Aktuelle Ausstellung


flexibition #4: SEHNSUCHT.

Die Galerie HATSOV thematisiert in ihrer mittlerweile 4. flexibition die Sehnsucht: Sehnsucht meint nicht nur die klischeehafte Romantik des Begriffs, die ebenso gut als selbstreflexive Egozentrik gedeutet werden kann, sondern insgesamt den Ausdruck jeglichen menschlichen Wollens und Begehrens.


Diese neue Dimension weist den Exponaten eine völlig neue Rolle zu. Sie müssen selbst keinen direkten Rekurs auf die Thematik nehmen, sondern stecken lediglich den neu geschaffenen Aktionsraum ab, in dem das Publikum sich dem Thema nähert.

Große Teile der Ausstellung umfassen photographische Arbeiten, z.B. von Krisztina Kerekes und Philipp Hofstätter. In den Bildern von Patricia Reinhart und in Steve Ambers Holzplastiken schimmert die Sehnsucht als Motor künstlerischen Ausdrucks durch. Die Kurzfilme von Norbert Becwar hingegen legen die Ironie der Sehnsucht frei.

Doch nicht allein die Exponate repräsentieren die Thematik. Mancher Aspekt der Sehnsucht ist nur durch Aktionismus darstellbar, sie ist zu flüchtig oder droht in der festen Form zu ersticken. Angesichts der Fragilität haben die beiden Galeriebewohner Arthur Fürnhammer und Stefan Frankenberger die Räumlichkeiten möglichst so belassen, wie sie sie täglich vorfinden – als Wohnung. Und so taucht die Frage auf, ob nicht das alltägliche Leben das einzig mögliche Biotop unserer Sehnsucht ist.


Zur Eröffnung der Ausstellung am 16.12. veranstalten Fürnhammer und Frankenberger eine Vernissage-Party unter dem Motto "verarscht, beleidigt, verunsichert, diskreditiert". In Anwesenheit der Künstler werden dort einige ihrer Werke in einem Screening vorgestellt.


Vernissage am 16. Dezember 2005
Eröffnung: 18 Uhr, Screening ab 20.30 Uhr


Galerie Hatsov
Gentzgasse 19/21
1180 Wien